Die nüchternen Fakten:
Die Online-Jobbörse -StepStone-, ein Tochterunternehmen der Axel Springer SE, hat in einer Pressemitteilung den Gehaltsreport für 2017 veröffentlicht. In der aktuellen Studie wurden mehr als 60.000 Fach- und Führungskräfte in Vollzeit befragt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Durchschnittsgehalt einer Fachkraft auf Ø 57.000 €. Ausschlaggebend für den Verdienst ist aber nicht nur die Fachrichtung, sondern auch das Bundesland. Da wäre es zur Zeit in Hessen sehr günstig zu arbeiten, unmittelbar gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.
Studiengang – Welcher bringt Dir mehr…
Auf den ersten Plätzen der Top-Verdiener 2017 sind:
1. Platz – Mediziner Ø 84.000€*
2. Platz – Juristen Ø 66.000€*
3. Platz – Ingenieure Ø 65.000€*
4. Platz – IT-Fachkräfte Ø 63.000€*
(* Bruttojahresgehälter mit veränderlichen Bezügen, wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Prämien…)
Bei den Top-Branchen führen die Chemie- und erdölverarbeitende Industrie, die Pharmaindustrie und der Bereich von Luft- und Raumfahrt.
Fazit: Als erstes solltest Du die Fakten sehr kritisch sehen!
Im medizinischen Bereich ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein niedergelassener Dorfarzt gemeint, der aber seinen Job mit „Leib und Seele“ ausübt und trotzdem (vielleicht nicht immer) glücklich ist. Es ist nicht gesagt, daß Dich der Posten eines Klinikchefs auf lange Zeit wirklich sorglos macht. Genauso sieht es bei den Juristen aus. Hast Du dieses wirklich sehr schwere Studium mit einem Prädikatsexamen geschafft, super (Streber 🙂 ), dann stehen Dir alle Türen offen. Aber wenn nicht, wer sagt Dir, das es Dir nicht gefallen wird, Menschen „nur“ in Rechtsangelegenheiten zu beraten und zu vertreten. Natürlich nicht mit diesem Top-Verdienst, aber mit innerlicher Zufriedenheit. Es wird keine leichte Entscheidung für Dich werden, wenn Du Deiner Neigung folgen möchtest aber feststellst, der zu erwartende Verdienst fällt verhältnismäßig „mau“ aus. Aber: Was bringt es Dir, nur um gute „Kohle“ zu kriegen, einen Studiengang zu wählen der für Dich absolut ätzend ist. Gar nichts, irgendwann schmeisst Du hin…
Studieren ist stets ein Gewinn, egal welcher Studiengang und Geld ist nicht alles!
Wenn Du schon immer gern zur Schule gegangen bist und es Dir Freude bereitet jungen Menschen das Lernen zu „versüßen“, dann studiere eben auf Lehramt. Interessierst Du Dich brennend für Erziehungswissenschaften oder Design, dann verbiege Dich nicht als Ingenieur.
Insider-Tipp:
1. Bilde Dich immer weiter! Wie wäre es mit einem 2. Staatsexamen, einer Promotion, einem Diplom oder Meister…
2. Ziehe einen Arbeitsplatzwechsel nach einer gewissen Zeit der Erfahrung in Betracht. Ein solcher Wechsel sorgt für ein Gehaltsplus um durchschnittlich zehn Prozent.
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Ein Gedanke zu “Studiengang – Welcher bringt Dir mehr…”
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